Sonntag, 6. August 2017

[Lisa] Exquisa Quark Creme nach griechischer Art



Über Exquisa
Die Karwendel-Werke Huber mit Sitz im Allgäu zählen zu den bekanntesten Privatmolkereien Deutschlands, mit langer Tradition und stehen hinter der Marke Exquisa. Exquisa stand einst ausschließlich für den Vertrieb von Frischkäse. 
Quark und Frischkäse werden in Deutschland produziert.

Produkte
Zu den Produkten gehören Frischkäse (in der Schale, in Scheiben, körnig), Mascarpone, Quark, Kräuterquark und Käsekuchensnacks.

Exquisa Quark Creme nach griechischer Art
„Vollmundige Quark Creme nach griechischer Art, unterlegt mit sorgfältig ausgewählten Früchten oder edlem Honig. Erhältlich in vier unwiderstehlichen Sorten für ein unvergleichlich cremiges Geschmackserlebnis.“ [Exquisa]

Verpackung
Als ich die neuen Sorten „Exquisa Quark Creme nach griechischer Art„ im Kühlregal gesucht habe, bin ich zunächst daran vorbeigelaufen. Das Design ist sehr unauffällig, da es sich nicht von Masse abhebt. Hätte ich es nicht gesucht, wäre ich wohl nie über dieses Produkt gestolpert.

Was bezeichnet griechischen Joghurt?
Griechischer Joghurt wird vorrangig aus Schafsmilch hergestellt und ist besonders cremig und fest mit höheren Fett und Eiweißgehalt, als bei üblichen Joghurts.
Joghurt nach griechischer Art soll also quasi die Cremig- und Festigkeit nachempfinden.

Konsistenz
Die „Exquisa Quark Creme nach griechischer Art“ ist fest und auch cremig. Allerdings ist es mir aufgrund der zugefügten Sahne zu schmierig.

Duft
Was ich auch sehr interessant finde ist, dass obwohl eine scheinbar große Menge an Fruchtzubereitung oder Honig enthalten ist, der Geruch eher neutral ist und nicht fruchtig frisch, wie zu erwarten.
 
Aprikose
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Aprikosenzubereitung und Fruchtstücken.

Ich finde es super, dass unter der Quark Creme eine reichliche Menge an Aprikosenzubereitung und größeren Fruchtstückchen enthalten ist. Der Quark ist cremig, fest und schmeckt relativ süß. Ich frage mich, wozu zusätzlich färbende Lebensmittel eingesetzt werden müssen. Insgesamt schmeckt die Sorte Aprikose eher quarkig und nur dezent nach Aprikose – ich würde mir die Sorte gern fruchtig, frischer wünschen, da aufgrund der Sahne die Creme auch eine schwere Note hat. Von allen vier Sorten, gefällt mir Aprikose allerdings am besten.

Honig
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Honig.

Diese Sorte besteht erschreckender Weise (laut Zutatenliste) quasi kaum aus Honig (relativ viel Karamell und Zucker für Geschmack, Farbe und Konsistenz). Beim eigenen Mischen von Quark mit Honig schmeckt ein Löffel Honig in Magerquark sehr dominant, natürlich wäre dies zu teuer für Joghurt und ist vielleicht auch nicht gut haltbar zu machen – allerdings finde ich es schade. Die Sorte schmeckt auch sehr quarkig mit dezentem Honiggeschmack.

Erdbeere
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Erdbeerzubereitung und Fruchtstücken.
 
Diese Sorte riecht süß nach Erdbeere. Die Erdbeerzubereitung ist sehr dunkel und geleeartig. Wenn man nur die Fruchtzubereitung isst, schmeckt es quasi gar nicht nach Erdbeere. In Kombination mit
der Quark Creme, die eine leichte rosa Färbung hat, erinnert mich diese Sorte sehr an Früher – an Fruchtzwerge, vielleicht erinnert sich einer von euch auch noch an die Erdbeersorte. Viel zu süß und überhaupt nicht neuartig, schmeckt halt nach Erdbeerjoghurt/quark.

Brombeere
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Brombeerzubereitung und Fruchtstücken.

Diese Sorte schmeckt nach typischem Brombeerjoghurt (bzw. auch so wie der Brombeerquark von Exquisa) nur quarkiger und sahniger. 

Fazit meiner Test und mir
Insgesamt bin ich leider nicht sehr begeistert von den neuen Sorten. Es bietet sich kein Mehrwert für mich, da kann ich auch den Quark von Exquisa essen, der ist weniger schmierig, obwohl er dadurch natürlich nicht so cremig ist.

Meine Mittester sind insgesamt meiner Meinung - zu wenig fruchtig und zu sahnig. Die feste Konsistenz ist angenehm und auch die größeren Fruchstückchen sind ein Plus.

UVP 0,79 Euro/150g-Becher

Freitag, 4. August 2017

[CD-Rezension] In This Moment - Ritual - Ein überzeugendes Album

Endlich ist das sechste Studioalbum Ritual von In This Moment erschienen und für mich hat sich das lange Warten gelohnt. Ich verfolge die Band nun schon seit ihrer ersten Platte aus dem Jahr 2007 und auch ich vermisse seit den letzten Alben die Energie und Schreie. So richtig zu Metal würde ich ITM nicht mehr zählen, eher zu Hardrock.
Ritual habe ich nun mehrfach durchgehört und möchte ein Fazit ziehen.

== Verpackung/Gestaltung ==
Die neue CD kommt als Digipack daher und das Hauptthema zieht sich durch die gesamte Gestaltung der CD und des Booklets. Insgesamt recht düster und geheimnisvoll.
Für mich hätte es auch ein einfaches Jewel-Case getan, aber schlecht ist es auch nicht.

== Musik ==
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich stets beim ersten Hören aller Alben von ITM mit mir kämpfen muss, ob ich die neue Platte nun gut finde oder nicht. Ich würde sagen, dass ich mich erst an den Sound gewöhnen muss, denn nach und nach gefallen mir die Titel immer besser.
Alle Titel sind recht düster und es wird versucht eine gewisse schwere Atmosphäre zu schaffen, was auch gelingt.
Natürlich gibt es auch auf Ritual Lieder, die mir nicht gefallen und mir das Gesäusel auf den Geist geht, doch das ist bei anderen Bands nicht anders.

~Hier meine Favoriten~
- Roots
- Black Wedding
- Joan Of Arc
- No Me Importa

== Cover (In The Air Tonight & Black Wedding) ==
Es ist nicht das erste Mal, dass sich In This Moment an einem Cover versuchen und mit In The Air Tonight, so habe ich anfangs gedacht, hätten sie, im negativem Sinne, den Vogel abgeschossen. Doch auch hier muss ich sagen, dass mich die Interpretation von ITM sehr gut gefällt.

Wem Black Wedding bekannt vorkommt, der liegt nicht falsch, denn im Song wird eine Interpolation des Songs White Wedding von Billy Idol genutzt. Da Billy Idol einer der Songschreiber von Black Wedding ist, hat er seinen alten Hit wohl „recycelt“. Das Duett mit Sänger Rob Halford finde ich äußerst gelungen und es gefällt mir sehr gut.

== Fazit ==
Mich überzeugt das Album mit seinen 12 Songs. Wie bereits erwähnt gibt es Titel, die mir nicht gefallen, doch insgesamt ist Ritual für mich gelungen und ich finde es besser als das letzte Album Black Widow.
Wer hingegen Gitarren und Schreie wie auf Blood oder Beautiful Tragedy erwartet, der wird wohl schwer enttäuscht sein.

Donnerstag, 3. August 2017

[Rezension] Nur wenn ich fliehe



Über den Verlag  
Der Brunnen Verlag Gießen ist eines der führenden christlichen Verlagshäuser in Deutschland. 1909 erschien das erste Brunnen-Buch, zehn Jahre später wird der Verlag offiziell gegründet. 

Über die Autorin 
Terri Blackstock, New-York-Times-Bestsellerautorin, hat über 7 Millionen Bücher verkauft. Für ihre zahlreichen Veröffentlichungen hat sie bereits viele Preise erhalten. 

Über Nur wenn ich fliehe  
Das Buch ist Anfang Februar erschienen, umfasst 256 Seiten und kann bspw. hier für 
15 Euro erworben werden. 

Buchrücken
"Angst pulsiert wie Blut in meinen Adern, in meinen Ohren, hinter den Schläfen. Ich habe keine Idee, wie ich meine Unschuld beweisen soll. Ich will nur überleben.  Nach der Ermordung ihres besten Freundes muss Casey aus der Stadt und durch die halbe USA fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass Casey die Mörderin ist, und setzt den jungen Ermittler Dylan an, sie zu finden. Doch Casey weiß, dass ihre skrupellosen Verfolger ein schmutziges Spiel treiben, um eigene dunkle Machenschaften zu vertuschen. Auf ihrer Flucht begegnet Casey einer älteren Dame, die selbst mit ihrer Familie in Schwierigkeiten steckt. Beim Versuch, ihnen zu helfen, wird Casey schließlich vom jungen Ermittler entdeckt …"  

Test und Fazit  
Das Buch beschreibt zwei parallel-verlaufende Geschichten, welche gegen Ende zusammenführen. 
Casey, die ihren Freund Brent ermordet in seiner Wohnung auffand und voller Panik, aufgrund vergangener Ereignisse, Hals über Kopf aus der Stadt flieht - und Dylan, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus der Armee zurückkommt und von den Eltern des Opfers als Detektive engagiert wird um Casey zu finden. Dylan und das Opfer waren früher befreundet. 
Die erste Hälfte des Buches nimmt schnell an Fahrt auf, Casey flieht von einem Ort zum nächsten, von einem Verkehrsmittel zum nächsten und wie es der Zufall will, gibt es immer ein Hotel, einen Supermarkt oder einen Dealer, der genau das hat, was sie gerade benötigt - es wirkt ziemlich abstrus, dass die Flucht so reibungslos von statten geht und Casey trotz allem noch nette Bekanntschaften unterwegs macht und ihre Haltung wahrt. Insgesamt wird sie als sehr sympathische Frau dargestellt, die sich um alle sorgt und schnell Bekanntschaften schließen kann. Schon nach wenigen Seiten erfährt man auch wieso sie geflohen ist, obwohl sie unschuldig zu sein scheint. Sie ist nicht nur auf der Flucht, sondern gegen Ende des Buches auch selbst bei der Klärung eines Falls beteiligt.
Dylan ist auch als sympathischer Charakter beschrieben, der von Anfang an die Wahrheit ans Licht bringen will – auch wenn der Polizeibeamte Keegan wohl anderes im Sinn hat.  
Man hat relativ früh das Gefühl alles zu wissen, so dass die Spannungskurve eher verhalten ist. 
Beide Geschichten werden in der jeweiligen Ich-Form geschrieben. Anfangs fiel mir das Lesen schwer, die Sätze waren kurz und die Ich-Schreibweise nicht mein Lesestil. Ab der Hälfte war man gut im Lesefluss drin. Es gab ab und zu kleine Rechtschreibfehler und die Schrift ist doch ziemlich groß, die Seiten sehr dick, sodass man merkt, dass das Buch noch kürzer ist, als man zunächst dachte. Obwohl es sich bei dem Buch um eine Trilogie handelt hatte man schon so eine Vorahnung, wie die Geschichte enden wird, weshalb ich doch irgendwie gespannt bin, was im nächsten Teil passiert aber nur um herauszufinden, ob das eigene Gefühl zutrifft.
Das Buch hat für den Seitenumfang ein angenehmes Tempo, viele Ereignisse scheinen unglaubwürdig, aber das Buch stellt ja auch keine wahre Begebenheit dar (nimmt teilweise Bezug auf wahre Begebenheiten, aber das Gesamtpaket wirkt irreal) und soll mich unterhalten.  
Da es sich beim Brunnen-Verlag um ein christliches Verlagshaus handelt, spiel das Thema Glaube auch eine Rolle und wird gegen Ende des Buches immer präsenter. Es wird dem Leser allerdings nicht unangenehm aufgezwungen, war mir gegen Ende aber schon etwas zu viel.

Insgesamt ein netter Roman, der etwas mehr Spannung, Realität und Geheimnisse vertragen hätte, deswegen nur 4 von 5 Sternen.