Donnerstag, 17. November 2016

[futtertester] Pfiffikus Maxi Futterstange



Pfiffikus
Bei der Marke Pfiffikus handelt es sich um eine Eigenmarke der Werner Tiernahrung. Gegründet 1976 ist das Unternehmen spezialisiert auf Futtermischen für Wild- und Ziervögel, sowie Nager.

Werner Tiernahrung GmbH & Co. KG

44532 Lünen

Pfiffikus Maxi Futterstange (600g)
-geeignet als Ganzjahresfutter für freilebende Vögel
-praktischer Aufhänger
-Futtermischung aus frischen Erdnüssen, Sonnenblumenkernen und Getreideflocken, sowie Edelfetten
-Ergänzungsfutter zum natürlichen Nahrungsangebot

 

Test und Fazit
Die Pfiffikus Maxi Futterstange beinhaltet viele unterschiedliche Körner und Nüsse und bietet somit eine kompakte Auswahl an Futter. Die Form und der Aufhänger sind praktisch, um die Futterstange direkt in einen Busch oder Baum zu hängen. Aufgrund des etwas höheren Gewichts, im Vergleich zu anderen Wildfutterprodukten, sollte ein stabiler Ast gewählt werden. Praktisch ist, dass durch die große Verpackung und Auswahl das Produkt nicht so oft ausgewechselt werden muss und mehrere Vögel gleichzeitig das Futterangebot in Anspruch nehmen könnten. Nach Aufhängen der Pfiffikus Maxi Futterstange ist diese auf hohes Interesse gestoßen und wurde von den Vögeln gut angenommen.
 

Montag, 31. Oktober 2016

[Buchtipp] Yrsa Sigurðardóttir



Im Folgenden ein paar kurze Worte zu den Kriminalromanen und Thrillern von Yrsa Sigurðardóttir. Vor einem Monat erschien ihr neues Buch "DNA" und falls ihr es schon im Regl habt stehen sehen und nicht nicht wusstet, ob ihr es kaufen sollt - macht es! :)

„Das gefrorene Licht“ war mein erster Teil von ihr, ich erhielt auf der Leipziger Buchmesse eine Leseprobe und habe mich sofort in ihren Schreibstil verliebt. Seitdem bin ich großer Fan von ihren Büchern und verschlinge diese immer sehr schnell. Vor kurzem erschien ihr neuer Kriminalroman „DNA“ – da mich auch dieser wieder positiv überrascht hat. Wollte ich euch hiermit einen kleinen Lesegeheimtipp geben.

Mir persönlich gefällt ihre erste Kriminalserie am besten, die Bücher sind handlich, in ihren Romanen verlaufen meist zwei Geschichten parallel und inhaltlich sind die Bücher einfach spannend und das Ende doch des Öfteren überraschend. Hauptakteurin ist die alleinerziehende Mutter und Anwältin Þóra Guðmundsdóttir. Natürlich erfährt man in den Büchern vieles über die handelnden Charaktere, allerdings weiß ich zu schätzen, dass die Geschichte immer im Vordergrund steht und so keine Spannung verloren geht. Desweiteren werden die Umgebung und die Stimmung immer gut beschrieben, ich finde, dass die Übersetzerin Tina Flecken ganze Arbeit geleistet hat.

Seit „DNA“ gibt es eine neue Übersetzerin namens Anika Wolff. Leider konnte mich ihre Art des Übersetzens nicht überzeugen und zugleich haben sich relativ viele störende Rechtschreibfehler eingeschlichen. Dennoch ist der Thriller wirklich spannend und gut geschrieben. Ich vermute, dass durch die neue Übersetzerin auch ein anderer Stil in das Buch gelangt ist, dieser ist weniger feinfühlig und ich habe doch etwas länger benötigt, als bisher für Yrsa Sigurðardóttirs Bücher. Dennoch ein gelungener Auftakt für eine neue Serie, auch wenn es für meinen Geschmack nicht an die erste Kriminalreihe heranreicht. Durch die Größe des Harcovers ist es für meinen Geschmack etwas unhandlich für unterwegs - aber das ist sicherlich geschmackssache.

Die Bücher, welche unabhängig einer Serie erschienen sind, sind ebenfalls spannend und vom Genre teilweise etwas „anders“. Allergins bin ich auch hier angetan von der Detailliebe und dem „um die Ecke denken“.

Bisher fand ich kein Buch langweilig und ich wusste auch nie zu Beginn der Geschichte, wie es enden wird – was den Spannungsbogen aufrecht erhalten hat! Für alle die auf Krimis und Thriller stehen und etwas für die Natur Islands übrig haben - sind die Bücher von Yrsa Sigurðardóttir wirklich zu empfehlen. Die Bücher der Serie stehen auch für sich und müssen nicht zwangsläufig in der Reihenfolge gelesen werden. 

Über die Autorin
Yrsa Sigurðardóttir studierte Bauingenieurwesen, ist eine isländische Bestsellerautorin und lebt mit ihrer Familie in Reykjavík. Ihre erste Kriminalroman-Reihe startete 2005 mit „Das letzte Ritual“ und seit 2016 beginnt mit „DNA“ eine neue Serie. Seit 1998 schreibt sie ebenfalls Kinderbücher und sie erhielt bereits 2 Literaturpreise.
3 Titel sind derzeit ausgeliehen :)

Die Bücher
Serie um Þóra Guðmundsdóttir
Das letzte Ritual (2005)
Das gefrorene Licht (2006)
Das glühende Grab (2007)
Die eisblaue Spur (2008)
Feuernacht (2009)
Todesschiff (2011)

Serie um Freyja & Huldar
DNA (2016)

Sonstige Kriminalromane
Geisterfjord (2010)
Seelen im Eis (2012)
Nebelmord (2014)

Bisher sind ihre Bücher in FISCHER Taschenbuch Verlag erschienen, seit diesem Jahr wurden einige ihrer Bücher im btb Verlag neu aufgelegt. Bis auf "DNA" sind die Bücher als Taschenbuch für 9,99 Euro erhältlich. Bei "DNA" handelt es sich um ein Hardcover für 19,99 Euro. 

Donnerstag, 20. Oktober 2016

[Knauf Literaturtest] Lebensnacht



Über den Verlag
Der Fabulus Verlag wurde 2013 gegründet. Unter diesem Verlag werden ungewöhnliche und besondere Romane von noch unbekannten Autoren für Jugendliche und Erwachsene vertrieben.

Über den Autor
Will Hofmann, 1949 geboren, arbeitete 20 Jahre als Allgemeinmediziner und Psychiater in Berlin Neukölln. Sein erstes Buch „Da läuft was aus“ veröffentliche er 1979. Seine Werke lassen sich vorrangig den Genres Grusel, Fantasy und Science Fiction zuordnen.

Über Lebensnacht
Der Roman „Lebensnacht“ umfasst 336 Seiten und ist für 19,95 Euro erhältlich. 
„Lebensnacht“ erschien am 20.09.2016.

Buchrücken
"Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus.
Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?"

Test und Fazit
Allgemein
Bei „Lebensnacht“ handelt es sich um ein Hardcover mit 336 Seiten. Die Seitenzahl ist ausreichend und die Schriftgröße angenehm. Von anderen Büchern hebt sich die Schwarzfärbung der Seitenränder ab. Es gibt ein integriertes Lesezeichen. Zu Beginn gibt es mehr oder weniger eine Einführung in das, was im Buch folgt und am Ende des Buches gibt es ein Glossar, welches biologische und medizinische Begrifflichkeiten erklärt. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und besitzen Überschriften. Diese Überschriften beschreiben das folgende Kapitel näher und fassen dieses teilweise in einem Wort zusammen.

Es ist praktisch, dass die Kapitel kurz gehalten sind, vor allem wenn man nicht viel Zeit hat am Stück zu lesen und es ist etwas abwechslungsreiches, dass die Kapitel Namen tragen, allerdings kann man sich dadurch denken, was im folgenden Kapitel passiert und wird dementsprechend nicht überrascht.
Die Kapitel sind teilweise zu kurz und unterteilen die gleiche Szene, was etwas den Lesefluss hemmt.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, teilweise werden ältere bzw. unübliche Wörter für Dinge im alltäglichen Leben genutzt, dies stört allerdings wenig, auch die Fachbegriffe sind nicht unbekannt, so dass ich das Glossar nie genutzt habe.
Leider häufen sich die Rechtschreibfehler und fehlende Präpositionen. Dies ist einerseits störend, da der Satz keinen Sinn ergibt und andererseits störend, da es einfach den Lesefluss stört. Ich bleibe in einigen Büchern an Rechtschreibfehlern hängen und versuche mich nicht daran zu stören / darüber hinweg zu lesen - hier ist es mir leider nicht gelungen.
Der „Einleitungstext“, die Vorbemerkung, zu Beginn des Romans ist befremdlich und erinnert eher an eine wissenschaftliche Arbeit, als an einen Roman.
Der Roman ist in einer Art Tagebuch geschrieben, allerdings ist der Tagebuchschreiber, Hauser, Teil der Geschichte, sowie der Allwissende Erzähler, was teilweise seltsam zu lesen ist, da der zeitliche Aufbau springt. Die Art und Weise ist sicherlich beabsichtigt, allerdings nicht mein Lesestil.
Es gibt auch einige interessante Szenen, die in meinen Augen viel zu kurz kamen. So wurden Kulturen vorgestellt, in ihrem Handeln und der Lebensweise, allerdings nur so kurz, dass es im Roman eher so wirkt, als kenne man dieses vom Hörensagen und nicht vom Recherchieren oder aus eigener Erfahrung, was ich etwas schade fand.

Inhaltlich
Es gibt kein Öl mehr und Harry hat ein Bakterium entdeckt, welches Oktan herstellen kann. Für diese Erfindung wurde er auch mit dem Nobelpreis in Stockholm ausgezeichnet. Doch auf einmal lösen sich Menschen auf und es riecht nach Benzin – die Oktanose ist ausgebrochen.

Im Roman wird detailliert beschrieben, wie sich die Menschen auflösen. Es wird anfangs über Seiten hinweg gerätselt, warum sich die Menschen aufgelöst haben – obwohl das für den Leser natürlich offensichtlich ist. Die Idee, des Herstellens von Oktan ist interessant und auch die Krankheit Oktanose ist wirklich kreativ. Allerdings ist die daraus resultierende Geschichte eher unspektakulär – es herrscht natürlich Krisenstimmung, es geht um den weiteren Verlauf der Geheimhaltung und was die Folgen sind. Wie man es mehr oder weniger aus der Realität kennt, mit künstlicher Verknappung und daraus resultierenden Krisen und schlechter Stimmung. Somit wirkt der Inhalt des Romans dann doch eher wie eine Art fiktive Dokumentation. Insgesamt hat das Buch auch eher den Stil einer Dokumentation, als eines unterhaltenden Romans. Natürlich wird auch dies beabsichtigt sein und es gibt keine unglaublichen Wiedersprüche, dennoch fehlen mir im Roman überraschende neue Aspekte und Ansichten. Blickwinkel, die man vielleicht nicht vorher kennt oder eine völlig neue Wendung. Für mich sollte ein Roman überraschend, spannend und unterhaltsam sein und nicht zu sehr mit dem Verlauf der Realität verschmelzen und einen vorhersehbaren Ausgang nehmen.

Die Geschichte nimmt wenig Fahrt auf und „plätschert“ dahin, das Ende kommt hingegen kurz und abgehakt daher. Das Ende hebt sich dezent von anderen Büchern ab, ist aber keine große Überraschung. Leider übernimmt der Autor am Ende indirekt die Auflösung der Geschichte, über welche man sich normalerweise selbst Gedanken macht. Dieser Absatz passt leider nicht in das Gesamtbild und wirkte eher störend.

Alles in allem würde ich dem Buch 3 von 5 Sternen geben. Die Idee des Romans ist interessant und der Schreibstil gut, allerdings passiert nichts überraschendes, vieles ist vorhersehbar und es fehlt ein Anreiz das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen.