Sonntag, 6. August 2017

[Lisa] Exquisa Quark Creme nach griechischer Art



Über Exquisa
Die Karwendel-Werke Huber mit Sitz im Allgäu zählen zu den bekanntesten Privatmolkereien Deutschlands, mit langer Tradition und stehen hinter der Marke Exquisa. Exquisa stand einst ausschließlich für den Vertrieb von Frischkäse. 
Quark und Frischkäse werden in Deutschland produziert.

Produkte
Zu den Produkten gehören Frischkäse (in der Schale, in Scheiben, körnig), Mascarpone, Quark, Kräuterquark und Käsekuchensnacks.

Exquisa Quark Creme nach griechischer Art
„Vollmundige Quark Creme nach griechischer Art, unterlegt mit sorgfältig ausgewählten Früchten oder edlem Honig. Erhältlich in vier unwiderstehlichen Sorten für ein unvergleichlich cremiges Geschmackserlebnis.“ [Exquisa]

Verpackung
Als ich die neuen Sorten „Exquisa Quark Creme nach griechischer Art„ im Kühlregal gesucht habe, bin ich zunächst daran vorbeigelaufen. Das Design ist sehr unauffällig, da es sich nicht von Masse abhebt. Hätte ich es nicht gesucht, wäre ich wohl nie über dieses Produkt gestolpert.

Was bezeichnet griechischen Joghurt?
Griechischer Joghurt wird vorrangig aus Schafsmilch hergestellt und ist besonders cremig und fest mit höheren Fett und Eiweißgehalt, als bei üblichen Joghurts.
Joghurt nach griechischer Art soll also quasi die Cremig- und Festigkeit nachempfinden.

Konsistenz
Die „Exquisa Quark Creme nach griechischer Art“ ist fest und auch cremig. Allerdings ist es mir aufgrund der zugefügten Sahne zu schmierig.

Duft
Was ich auch sehr interessant finde ist, dass obwohl eine scheinbar große Menge an Fruchtzubereitung oder Honig enthalten ist, der Geruch eher neutral ist und nicht fruchtig frisch, wie zu erwarten.
 
Aprikose
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Aprikosenzubereitung und Fruchtstücken.

Ich finde es super, dass unter der Quark Creme eine reichliche Menge an Aprikosenzubereitung und größeren Fruchtstückchen enthalten ist. Der Quark ist cremig, fest und schmeckt relativ süß. Ich frage mich, wozu zusätzlich färbende Lebensmittel eingesetzt werden müssen. Insgesamt schmeckt die Sorte Aprikose eher quarkig und nur dezent nach Aprikose – ich würde mir die Sorte gern fruchtig, frischer wünschen, da aufgrund der Sahne die Creme auch eine schwere Note hat. Von allen vier Sorten, gefällt mir Aprikose allerdings am besten.

Honig
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Honig.

Diese Sorte besteht erschreckender Weise (laut Zutatenliste) quasi kaum aus Honig (relativ viel Karamell und Zucker für Geschmack, Farbe und Konsistenz). Beim eigenen Mischen von Quark mit Honig schmeckt ein Löffel Honig in Magerquark sehr dominant, natürlich wäre dies zu teuer für Joghurt und ist vielleicht auch nicht gut haltbar zu machen – allerdings finde ich es schade. Die Sorte schmeckt auch sehr quarkig mit dezentem Honiggeschmack.

Erdbeere
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Erdbeerzubereitung und Fruchtstücken.
 
Diese Sorte riecht süß nach Erdbeere. Die Erdbeerzubereitung ist sehr dunkel und geleeartig. Wenn man nur die Fruchtzubereitung isst, schmeckt es quasi gar nicht nach Erdbeere. In Kombination mit
der Quark Creme, die eine leichte rosa Färbung hat, erinnert mich diese Sorte sehr an Früher – an Fruchtzwerge, vielleicht erinnert sich einer von euch auch noch an die Erdbeersorte. Viel zu süß und überhaupt nicht neuartig, schmeckt halt nach Erdbeerjoghurt/quark.

Brombeere
Quark Creme nach griechischer Art mit einer Schicht Brombeerzubereitung und Fruchtstücken.

Diese Sorte schmeckt nach typischem Brombeerjoghurt (bzw. auch so wie der Brombeerquark von Exquisa) nur quarkiger und sahniger. 

Fazit meiner Test und mir
Insgesamt bin ich leider nicht sehr begeistert von den neuen Sorten. Es bietet sich kein Mehrwert für mich, da kann ich auch den Quark von Exquisa essen, der ist weniger schmierig, obwohl er dadurch natürlich nicht so cremig ist.

Meine Mittester sind insgesamt meiner Meinung - zu wenig fruchtig und zu sahnig. Die feste Konsistenz ist angenehm und auch die größeren Fruchstückchen sind ein Plus.

UVP 0,79 Euro/150g-Becher

Freitag, 4. August 2017

[CD-Rezension] In This Moment - Ritual - Ein überzeugendes Album

Endlich ist das sechste Studioalbum Ritual von In This Moment erschienen und für mich hat sich das lange Warten gelohnt. Ich verfolge die Band nun schon seit ihrer ersten Platte aus dem Jahr 2007 und auch ich vermisse seit den letzten Alben die Energie und Schreie. So richtig zu Metal würde ich ITM nicht mehr zählen, eher zu Hardrock.
Ritual habe ich nun mehrfach durchgehört und möchte ein Fazit ziehen.

== Verpackung/Gestaltung ==
Die neue CD kommt als Digipack daher und das Hauptthema zieht sich durch die gesamte Gestaltung der CD und des Booklets. Insgesamt recht düster und geheimnisvoll.
Für mich hätte es auch ein einfaches Jewel-Case getan, aber schlecht ist es auch nicht.

== Musik ==
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich stets beim ersten Hören aller Alben von ITM mit mir kämpfen muss, ob ich die neue Platte nun gut finde oder nicht. Ich würde sagen, dass ich mich erst an den Sound gewöhnen muss, denn nach und nach gefallen mir die Titel immer besser.
Alle Titel sind recht düster und es wird versucht eine gewisse schwere Atmosphäre zu schaffen, was auch gelingt.
Natürlich gibt es auch auf Ritual Lieder, die mir nicht gefallen und mir das Gesäusel auf den Geist geht, doch das ist bei anderen Bands nicht anders.

~Hier meine Favoriten~
- Roots
- Black Wedding
- Joan Of Arc
- No Me Importa

== Cover (In The Air Tonight & Black Wedding) ==
Es ist nicht das erste Mal, dass sich In This Moment an einem Cover versuchen und mit In The Air Tonight, so habe ich anfangs gedacht, hätten sie, im negativem Sinne, den Vogel abgeschossen. Doch auch hier muss ich sagen, dass mich die Interpretation von ITM sehr gut gefällt.

Wem Black Wedding bekannt vorkommt, der liegt nicht falsch, denn im Song wird eine Interpolation des Songs White Wedding von Billy Idol genutzt. Da Billy Idol einer der Songschreiber von Black Wedding ist, hat er seinen alten Hit wohl „recycelt“. Das Duett mit Sänger Rob Halford finde ich äußerst gelungen und es gefällt mir sehr gut.

== Fazit ==
Mich überzeugt das Album mit seinen 12 Songs. Wie bereits erwähnt gibt es Titel, die mir nicht gefallen, doch insgesamt ist Ritual für mich gelungen und ich finde es besser als das letzte Album Black Widow.
Wer hingegen Gitarren und Schreie wie auf Blood oder Beautiful Tragedy erwartet, der wird wohl schwer enttäuscht sein.

Donnerstag, 3. August 2017

[Rezension] Nur wenn ich fliehe



Über den Verlag  
Der Brunnen Verlag Gießen ist eines der führenden christlichen Verlagshäuser in Deutschland. 1909 erschien das erste Brunnen-Buch, zehn Jahre später wird der Verlag offiziell gegründet. 

Über die Autorin 
Terri Blackstock, New-York-Times-Bestsellerautorin, hat über 7 Millionen Bücher verkauft. Für ihre zahlreichen Veröffentlichungen hat sie bereits viele Preise erhalten. 

Über Nur wenn ich fliehe  
Das Buch ist Anfang Februar erschienen, umfasst 256 Seiten und kann bspw. hier für 
15 Euro erworben werden. 

Buchrücken
"Angst pulsiert wie Blut in meinen Adern, in meinen Ohren, hinter den Schläfen. Ich habe keine Idee, wie ich meine Unschuld beweisen soll. Ich will nur überleben.  Nach der Ermordung ihres besten Freundes muss Casey aus der Stadt und durch die halbe USA fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass Casey die Mörderin ist, und setzt den jungen Ermittler Dylan an, sie zu finden. Doch Casey weiß, dass ihre skrupellosen Verfolger ein schmutziges Spiel treiben, um eigene dunkle Machenschaften zu vertuschen. Auf ihrer Flucht begegnet Casey einer älteren Dame, die selbst mit ihrer Familie in Schwierigkeiten steckt. Beim Versuch, ihnen zu helfen, wird Casey schließlich vom jungen Ermittler entdeckt …"  

Test und Fazit  
Das Buch beschreibt zwei parallel-verlaufende Geschichten, welche gegen Ende zusammenführen. 
Casey, die ihren Freund Brent ermordet in seiner Wohnung auffand und voller Panik, aufgrund vergangener Ereignisse, Hals über Kopf aus der Stadt flieht - und Dylan, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus der Armee zurückkommt und von den Eltern des Opfers als Detektive engagiert wird um Casey zu finden. Dylan und das Opfer waren früher befreundet. 
Die erste Hälfte des Buches nimmt schnell an Fahrt auf, Casey flieht von einem Ort zum nächsten, von einem Verkehrsmittel zum nächsten und wie es der Zufall will, gibt es immer ein Hotel, einen Supermarkt oder einen Dealer, der genau das hat, was sie gerade benötigt - es wirkt ziemlich abstrus, dass die Flucht so reibungslos von statten geht und Casey trotz allem noch nette Bekanntschaften unterwegs macht und ihre Haltung wahrt. Insgesamt wird sie als sehr sympathische Frau dargestellt, die sich um alle sorgt und schnell Bekanntschaften schließen kann. Schon nach wenigen Seiten erfährt man auch wieso sie geflohen ist, obwohl sie unschuldig zu sein scheint. Sie ist nicht nur auf der Flucht, sondern gegen Ende des Buches auch selbst bei der Klärung eines Falls beteiligt.
Dylan ist auch als sympathischer Charakter beschrieben, der von Anfang an die Wahrheit ans Licht bringen will – auch wenn der Polizeibeamte Keegan wohl anderes im Sinn hat.  
Man hat relativ früh das Gefühl alles zu wissen, so dass die Spannungskurve eher verhalten ist. 
Beide Geschichten werden in der jeweiligen Ich-Form geschrieben. Anfangs fiel mir das Lesen schwer, die Sätze waren kurz und die Ich-Schreibweise nicht mein Lesestil. Ab der Hälfte war man gut im Lesefluss drin. Es gab ab und zu kleine Rechtschreibfehler und die Schrift ist doch ziemlich groß, die Seiten sehr dick, sodass man merkt, dass das Buch noch kürzer ist, als man zunächst dachte. Obwohl es sich bei dem Buch um eine Trilogie handelt hatte man schon so eine Vorahnung, wie die Geschichte enden wird, weshalb ich doch irgendwie gespannt bin, was im nächsten Teil passiert aber nur um herauszufinden, ob das eigene Gefühl zutrifft.
Das Buch hat für den Seitenumfang ein angenehmes Tempo, viele Ereignisse scheinen unglaubwürdig, aber das Buch stellt ja auch keine wahre Begebenheit dar (nimmt teilweise Bezug auf wahre Begebenheiten, aber das Gesamtpaket wirkt irreal) und soll mich unterhalten.  
Da es sich beim Brunnen-Verlag um ein christliches Verlagshaus handelt, spiel das Thema Glaube auch eine Rolle und wird gegen Ende des Buches immer präsenter. Es wird dem Leser allerdings nicht unangenehm aufgezwungen, war mir gegen Ende aber schon etwas zu viel.

Insgesamt ein netter Roman, der etwas mehr Spannung, Realität und Geheimnisse vertragen hätte, deswegen nur 4 von 5 Sternen.

Samstag, 29. Juli 2017

[Insider] Huawei P8 lite (2017)


Verpackung
Das Huawei P8 lite (2017) wird in einem hochwertigen, stabilen Karton geliefert. Auf diesem ist auch ein Hinweis zur Ausrichtung aufgebracht, damit beim Öffnen nichts herausfällt. Das Smartphone befindet sich zwischen zwei extra Verpackungen und liegt gut geschützt. Außerdem sorgen die kleinen Extra-Kartons für eine gute Sortierung - auf der einen Seite befinden sich das Micro-USB Kabel mit Stecker und die Kopfhörer, auf der anderen Seite das Handbuch – das Zubehör ist nach dem Herausnehmen leicht wieder einsetzbar.

Von der Verpackung bin ich positiv überrascht.
Die beigefügten Kopfhörer wirken leider nicht sehr hochwertig und man hat auch nicht die Möglichkeit die Lautstärke direkt an den Kopfhörern zu verstellen. Qualität ist in Ordnung, zum Telefonieren würde es reichen.
Die Anleitung liegt in 8 Sprachen vor, die Schrift ist relativ klein. Der Inhalt ist ausreichend und informativ.

+stabile und praktische Verpackung
+Anleitung, Kopfhörer, SIM-Werkzeug, Garantiekarte und Smartphone sind leicht entnehmbar
-Vorder- und Rückseite aus Glas, angenehme Haptik
-schlechte Verarbeitung der Kopfhörer

Erster Eindruck Huawei P8 lite (2017)
Ich hätte nicht gedacht, dass ~1“ mehr einen so großen Unterschied macht (mein altes Smartphone hatte eine Displaygröße von 4,3“). Mit 5,2“ Displaygröße ist es für meinen Geschmack etwas zu groß, um schnell und einfach mit einer Hand und einem Daumen den ganzen Bildschirm zu nutzen. Ich finde, dass es ein handliches Gewicht hat, so dass es auch sicher in der Hand liegt.
Auf den ersten Blick hat das Huawei P8 lite (2017) ein großes Display mit kleinem Rand, gestochen scharfe Schrift und schöne, klare Farben.
Die Idee auf der Rückseite des Smartphones die Schutzfolie zu beschreiben um bspw. zu erklären, wie die SIM-Karte eingelegt wird, finde ich klasse. Allerdings ist die Schrift so dunkel, dass gerade Anfänger, dies leicht übersehen könnten, obwohl gerade Anfänger diese Hilfe benötigen.
Leider ist der Akku fest verbaut, deswegen muss die SIM-Karte und Speichererweiterung an der Seite des Geräts eingesetzt werden, ein SIM-Werkzeug für die Öffnung ist beigelegt.

Insgesamt macht das Huawei P8 lite (2017) einen hochwertigen und eleganten Eindruck. Ich finde es schade, dass man den Akku nicht tauschen kann und die Lösung mit der „Büroklammer“ ist auch nicht mein Favorit.

+hochwertiger erster Eindruck
+angenehmes Gewicht zur Größe und dabei sehr schmal
+schöne, klare Farben und guter Kontrast (auch aus steilen Winkeln)
-angenehme vorinstalliere Schriftgröße, aber teilweise viel zu große Symbole
-Akku ist fest verbaut
-SIM-Karte und Speichererweiterung nur mit SIM-Werkzeug/Büroklammer wechselbar

Ersteinrichtung
Die Einrichtung des Huawei P8 lite (2017) geht einfach und schnell. Das Menü ist gut erklärt und es werden, wenn benötigt, auch Hilfetexte angezeigt.
Man hat die Möglichkeit über die Datensicherung des Google-Accounts die eigenen Daten direkt auf dem neuen Smartphone wiederherzustellen. Auch für IPhone oder Nutzer ohne Google-Account werden Möglichkeiten angeboten.
Die Google-Verbindung und das Einrichten des WLANs haben ohne Probleme funktioniert.
Huawei bietet zusätzlich eine Software an, mit der auf dem Altgerät gespeicherte Daten auf das neue Smartphone übertragen werden können. Die App „Phone-Clone“ muss auf dem Altgerät installiert werden. Da die App von Huawei entwickelt wurde, kann es bei der Übermittlung von Daten anderer Smartphone Hersteller zu Einschränkungen kommen. So konnten von meinem Samsung Galaxy S4 Mini bspw. die Anruflisten nicht übertragen werden. Das Kopieren von ~12GB hat ca. 15min gedauert, das Importieren zusätzlich noch über 30min.

Es gibt viele vorinstalliere Apps, die ich als unnötig empfinde, bspw. Instagram und Facebook – da nicht jeder Nutzer davon ist.
Auch, dass Spiele vorinstalliert sind ist absolut unnötig. Zwar können diese deinstalliert bzw. deaktiviert werden, allerdings erschließt sich mir der Sinn nicht, diese vorinstalliert zu haben.

Dennoch hat man das Gefühl, quasi mit dem alten Telefon im neuen Gewand zu arbeiten. Übertragen und Einrichten ging wirklich einfach und kaum mit Verlusten.

+einfache und schnelle Einrichtung
+einfache Übertragung der Daten vom Altgerät
-viele vorinstalliere Apps

Funktionsumfang
Fingerabdruck registrieren
Man kann den Bildschirm ungesichert lassen und mittels einfachen Wischens entsperren, eine PIN anlegen und den Fingerabdruck zum Entsperren einrichten.
Dazu muss man seinen Finger auf den Fingerabdrucksensor legen, welcher sich auf der Rückseite des Geräts befindet. Das Gerät erkennt welche Bereiche des Fingers noch nicht gescannt wurden. Der Registrierungsprozess des Fingerabdrucks ist sehr nutzerfreundlich. Das „Scannen“ des gesamten Fingerabdrucks dauert einige Sekunden und auch wenn man denkt alles richtig zu machen, muss man es teilweise mehrmals probieren und den Finger erneut
anders auf den Fingerabdrucksensor legen. Ist der gesamte Finger „gescannt“, ist dieser erfolgreich registriert und abgespeichert und kann nun das Telefon entsperren. Mein Freund hat ebenfalls seinen Finger registriert und benötigte für die Registrierung in etwa so lang wie ich. Es ist allerdings seltsam, dass ich es bisher nie geschafft habe das Handy beim ersten Mal mit meinem Finger zu entsperren, mein Freund hingegen schon – weshalb ich dem Fingerabdrucksensor noch etwas skeptisch gegenüberstehe.

Duo-SIM
Das Betriebssystem des Geräts verbraucht bereits viel Speicherplatz, weshalb ich nicht davon ausgehe, dass eine Duo-SIM für meine Bedürfnisse Sinn macht. Um das Huawei P8 lite (2017) nach meinen Bedürfnissen zu nutzen empfiehlt es sich die Speicherkartenerweiterung anstelle einer zweiten SIM zu verwenden.

Performance
Der Prozessor macht einen sehr positiven Eindruck auf mich. Viele Apps, die auf meinem Samsung Galaxy S4 Mini nur hakend und langsam funktionierten sind auf dem Huawei P8 lite (2017) richtig flüssig zu benutzen.

Technische Details
-4 x 2.1 + 4 x 1.7 GHz Octa-Core Prozessor
-5,2-Zoll-Full-HD-Display
-Speicherkapazität: 16GB (maximale Speicherkartenkapazität: 128GB)
-Arbeitsspeicher-Größe: 3GB
-12-Megapixel-Hauptkamera mit Autofokus
-8-Megapixel-Selfie-Kamera
-inklusive Fingerabdrucksensor
-NFC-Chip
-Betriebssystem: Android 7.0
-Benutzeroberflächenanzeige: EMUI 5.0


Kamera
Die Rückseite besitzt eine 12MP Kamera mit einer guten Verschlusszeit und einigen Einstellungen. Um einigermaßen gute Bilder zu erstellen benötigt man viel Licht, da das Bildrauschen im Dunkeln sehr stark ist. Es gibt auch keinerlei Bildstabilisatoren – also immer ruhig halten. Auf dem

Smartphone selbst sehen die Bilder gut aus, bei 100% Auflösung am Computer sieht man allerdings viele Schwächen. Das Rauschen ist durch Glättung versucht worden zu unterdrücken, so dass die Fotos eine Art „Maleffekt“ aufweisen.
Die 8MP Frontkamera ist in Ordnung. Ich vermute, dass die Frontkamera speziell für Nahaufnahmen ausgelegt ist, da im direkten Vergleich mit der Kamera auf der Rückseite meines Samsung Galaxy S4 mini (auch 8MP) die Qualität der Aufnahmen des Huawei P8 lite (2017) sehr schlecht abschneidet. Insgesamt finde ich die Hintergrundunschärfe der Frontkamera viel zu stark.
Auch die Videoqualität ist nicht besonders überzeugend, Tonqualität ist gut. Da ich mit einer guten Kompaktkamera (Sony RX100 IV) fotografiere, bin ich bei diesem Bewertungspunkt vielleicht zu kritisch, allerdings ist mir die Qualität der Kamera vom Huawei P8 lite (2017) nicht ausreichend, um gute Urlaubsfotos aufzunehmen oder gar ein Fotobuch zu erstellen. Auch für Schnappschüsse ist mir die Qualität zu schlecht.
8MP Frontkamera Huawei (links) und 8MP Rückseitenkamera Samung (rechts)

Ton
Die Tonqualität bei Gesprächen ist angenehm und klar. Die Wiedergabe von Musik über den eingebauten Lautsprecher ist blechern. Wiederum ist die Wiedergabe über ein anderes Audiogerät (bspw. Kopfhörer) einfach umsetzbar und dann in Ordnung. Möchte man allerdings nebenbei leise Musik hören, ist die leiseste Stufe immer noch zu laut, es könnte eine feinere Abstimmung geben – aber wahrscheinlich gibt es für so etwas noch praktischere Apps.


Akkunutzung
Vom Akku bin ich positiv überrascht, habe ich doch bisher immer das Gefühl gehabt, dass der Akku neuer Smartphones nur einen Tag hält. Mit Energiesparmodus und sonstigen Einstellungen, wie das
automatische Beenden stromintensiver Apps nach einer gewissen Zeit, hält der Akku gute zwei Tage bei meiner Nutzungsweise (WLAN nicht immer aktiv, dennoch intensives Nutzen der Kamera App).

Störende Kleinigkeiten
Vibration (vor allem beim Wecker)
Ich finde es schade, dass die Vibration nur ein- oder ausgeschaltet werden kann. Man hat nicht die Möglichkeit die Intensität oder das Intervall zu ändern. Gerade beim morgendlichen Wecker, direkt neben dem Kopfteil, ist das Standardvibrieren viel zu laut und muss jetzt leider weggelassen werden.

Sortierung der eigenen Daten
Als ich meinen Klingelton für den Wecker aussuchen wollte ist mir aufgefallen, dass die eigenen Songs nach Alphabet sortiert sind, was überhaupt nicht übersichtlich ist. Auch in den eigenen Ordnern und in der Musik-App von Huawei herrscht diese Sortierung, die wenig Sinn macht.

Der Wecker
Es wäre auch schön gewesen, die relevanten Wochentage, an dem der Wecker klingeln soll, im ersten Schritt auszuwählen und nicht über mehrere Klicks zu suchen. Außerdem kann die Snooze-Einstellung nur für alle Wecker übernommen werden – ich glaube Huawei und die Funktion „Wecker“ können noch vieles einfacher machen.

Energiesparmodus und Synchronisation
Normalerweise konnte ich mein Handy im Energiesparmodus laufen lassen und die Synchronisation mit Google (bspw. Tastatur/Chrome) im Hintergrund hat ohne Probleme funktioniert. Beim Huawei P8 lite (2017) musste ich leider feststellen, dass es im Energiesparmodus zu keinerlei Synchronisation kommt. Dadurch kann vielleicht mehr Strom gespart werden, aber ich fand es bisher immer sehr angenehm, den Energiesparmodus zu nutzen und trotzdem meine Daten ab und zu automatisch gesichert zu wissen – an diesem Punkt ist es auch schade, dass an keiner Stelle erwähnt wird, dass die gleichzeitige Nutzung von Energiesparmodus und Synchronisation von Daten nicht möglich sind.

Gesamtfazit
Insgesamt finde ich, dass das Huawei P8 lite (2017) für UVP 239 Euro – ein mittelmäßig gutes Preis-Leistungsverhältnis darstellt.
Die Verarbeitung ist hochwertig und die Performance für den täglichen Gebrauch geeignet.
Mit Speicherplatzerweiterung kann man auch viele Apps und eigene Dateien nutzen.
Das Handling ist angenehm und die Reaktionszeit ist sehr gut.
Das Huawei P8 lite (2017) kann für mich als Hobbyfotographen meine Kamera in keinem Punkt ersetzen. Natürlich können schnelle Schnappschüsse geschossen werden, aber selbst damit wäre ich eher weniger zufrieden.
Auch kann der Lautsprecher nicht als angenehme Soundquelle genutzt werden, da einfach zu viele Höhen und Tiefen verloren gehen.

Für mich muss ein Smartphone die eigentlichen Funktionen, wie Telefonieren, Nachrichten schreiben, Internet und Apps nutzen gut beherrschen, so dass ich auf Kamera und guten Ton auch gern verzichten kann, allerdings hat das Huawei P8 lite (2017) einige Schwachstellen.
Im Vergleich zu meinem Samsung Galaxy S4 mini ist das Huawi P8 lite (2017) quasi ein Quantensprung und um wesentlich besser auf der ganzen Linie, allerdings liegen zwischen den beiden Smartphones auch viele Generationen.

Ich bin ganz ehrlich – zum Testpreis von 125 Euro behalte ich das Huawei P8 lite (2017) sehr gern und kann mit den Schwächen leben. Hätte ich es mir zum UVP Preis von 250 Euro gekauft, hatte ich mich allerdings sehr geärgert, da es doch viele grundlegende Schwachstellen hat.

~Updates~
Ich bin von der mitgelieferten Musik App wirklich enttäuscht, dass die Songs nicht richtig sortiert werden habe ich ja bereits erwähnt. Hinzukommt, dass beim Musikhören über Kopfhörer der Ton von bspw. SMS in voller Lautstärke durchgelassen wird – man es also über die Kopfhörer hört. Auch das war beim S4 nicht so.

Sonntag, 16. Juli 2017

[Rezension] Brant



 
Über Polar Verlag
Der Polar Verlag aus Hamburg möchte Autoren die Möglichkeit geben, gesellschaftliche Themen im Krimi verstärkt begreifbar zu machen und die Gesellschaft kritisch zu beäugen. Veröffentlichungen sind beispielsweise die Noir-Kriminalromane von Ken Bruen und Bill Moody.

Über den Autor
Ken Bruen lebte fünfundzwanzig Jahre in Asien, Südamerika und Afrika bis er sich dem Schreiben hingab. Seine Bücher sind renommiert und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Über Brant
Erschienen ist das Buch im Mai 2017, umfasst 256 Seiten und kann für 16 Euro erworben werden (auch als ebook erhältlich).

Buchrücken
http://www.polar-verlag.de/brant/Nachdem Detective Sergeant Brant sich über alle Regeln hinweggesetzt und in einer Billardkneipe einen Randalierer bewusstlos geschlagen hat, wird eine junge Polizistin auf der Straße von einem Unbekannten erschossen. Der Sensationsreporter Harold Dunlop, der sich in seinen Artikeln besonders bei der Diffamierung von Brant hervorgetan hat, erhält von dem Polizistenmörder einen Anruf, bei dem der Mörder offenbart, er wolle insgesamt acht weitere Polizisten töten. Unmittelbar danach erschießt er einen Polizisten in dessen Dienstfahrzeug. Zusammen mit Detective Inspector Porter Nash wird ein Ermittlerteam gebildet, das den Cop-Killer so schnell wie möglich fassen soll. Was, wenn jedoch der Täter gefasst und wieder freigelassen wird? Sollte man den Mörder davonkommen lassen? Weil man sich ans Gesetz hält? Detective Sergeant Brant hat da seine eigenen Methoden. Unter dem Titel Blitz-Cop-Killer vs. Killer-Cop wurde der Roman mit Jason Statham 2011 verfilmt.

Test und Fazit
Wo und wie soll ich anfangen das Buch zu bewerten – es hat knapp 250 Seiten, demnach kann man kaum einen großen Inhalt erwarten. Der Aufbau von „Brant“ ähnelt dem eines Regiebuches und besteht überwiegend aus Dialogen. Man hat also kaum beschreibende Passagen, lernt also die handelnden Personen und die Situationen nur indirekt in den Dialogen kennen und das viel zu wenig. Die handelnden Charaktere sind allesamt unsympathisch. Der  Humor ist schwarz und platt und ist nach einigen Seiten eher anstrengend als unterhaltsam, genauso wie der raue Ton untereinander – was zwar zum Buch passt, allerdings nicht sehr lesenswert ist. Aufgrund der geringen Seitenzahl wird die Geschichte Schlag auf Schlag „durchgeprügelt“ – generell lesen sich die Dialogen leicht und flüssig, man kommt selten ins Stocken, allerdings verliert man schnell den Überblick und den roten Faden, was einen Wiedereinstieg wirklich schwer macht. Es ist tatsächlich eher so, als würde man lediglich die Dialoge des Filmes hören und nichts von der Situation Drumherum wahrnimmen, was teilweise die Handlungen der Charaktere nicht nachvollziehbar erscheinen lässt.
Wahrscheinlich muss man sich mehr auf das Buch einlassen, mir ist es leider nicht gelungen mit der Art und dem Inhalt warm zu werden.

Insgesamt bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, es gab keine spannenden Wendungen, innerhalb kürzester Zeit ging es Schlag auf Schlag weiter, erzählt in Dialogen – es ist nicht meine Art von Buch, es war nicht super schlecht aber ich kann nur 2 von 5 Sternen geben.

Ich habe die Verfilmung „Blitz-Cop-Killer vs. Killer-Cop„ nicht gesehen, kenne aber einige Filme mit Jason Statham und kann mir gut vorstellen, wie der Film dazu geworden ist – viele Bilder, kaum Geschichte und viel Aktion.